Photovoltaik Finanzierung: Finanzierungsmöglichkeiten für den Kauf bzw. Bau von Photovoltaikanlagen

Photovoltaik Finanzierung

Zuschuss, Förderung, Kredit oder eigene Reserven: Es gibt vielerlei Möglichkeiten, eine Photovoltaikanlage zu finanzieren. Je nach Qualität und Leistung, liegt der Preis für ein Kilowatt peak (kWp oder Spitzenleistung) aktuell bei insgesamt rund 2.500 bis 3.000 Euro inklusive Material und Montage (Stand 06/11). Fünf Solarmodule auf rund 9 Quadratmetern Dachfläche, würden dieser Leistung etwa entsprechen. Natürlich sind finanzielle Sicherheiten für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage erforderlich.

Je nach Bank ist mit der Hinterlegung der Einspeisevergütung und einer Bonitätsprüfung die Photovoltaik Finanzierung über einen Kredit allerdings auch schon für Familien mit kleinem oder keinem Eigenkapital möglich. Die GLS-Bank beispielsweise, finanziert Anlagen mit einem Wert von bis zu 30.000 Euro ohne Eigenkapital, bei der Deutschen Kreditbank, können Investitionen über eine Summe von bis zu 60.000 Euro finanziert werden. Größere Projekte, ab einem Anschaffungswert von rund 50.000 Euro, finanzieren besonders günstig die KfW-Bankengruppe oder die Umweltbank sowie die DKB, deren Darlehensbeträge auch in den sechsstelligen Bereich gehen können.

Ob klassische Zinsdarlehensverträge oder Sofortbaugeld von der Bausparkasse, Fördergelder oder Umweltbank - aufgrund der attraktiven Angebote der verschiedenen Banken, ist es grundsätzlich zu empfehlen, die Investition in eine Photovoltaikanlage auf diesem Wege zu finanzieren und nicht die eigenen Sicherheiten aufzubrauchen. Mit niedrigen Zinssätzen und diversen Tilgungsmöglichkeiten wird eine Photovoltaikanlage mit einem durchschnittlichen Vertrag schon in einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren nach ihrer Inbetriebnahme abbezahlt – hinsichtlich ihrer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren und der garantierten Einspeisevergütung über die gesamte Laufzeit ein lukratives Geschäft also! Viele Banken bieten spezielle Photovoltaikprogramme an.

Die KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau, sowie die Deutsche Kreditbank (DKB Energie), die Umweltbank oder die GLS-Bank bieten die Finanzierung über ein herkömmliches Zinsdarlehen mit Zinssätzen von zwischen 3 und 8 Prozent effektivem Jahreszins. Mit besonderen Angeboten locken mittlerweile aber auch die Bausparkassen, beispielsweise LBS (Sparkasse) oder Schwäbisch-Hall. Durch die Verbindung eines Vorfinanzierungskredits mit einem Bausparvertrag können Photovoltaikprojekte hierbei mit günstigen Bauspardarlehenszinsen erzielt werden. Die Umsatzsteuer ist in den genannten Preisen nicht enthalten und wird damit auch nicht vom Kredit gedeckt. Über die Steuererklärung kann diese jedoch wieder erstattet werden. Mit verschiedenen Fördergeldern durch die gesetzliche Regelung, Einmalzahlungen der Netzbetreiber an die Anlagenbetreiber oder einem Zuschlag zur Einspeisevergütung werden die Finanzierungsangebote zusätzlich nochmals attraktiver.

Auch die Kommunen fördern die Energieerzeugung aus Sonnenlicht mittlerweile mit eigenen Zuschussprojekten, wie beispielsweise einem bestimmten Cent-Betrag je Kilowattstunde zusätzlich zur garantierten Einspeisevergütung der Netzbetreiber, mit dem Hintergrund, weitere Interessenten für das Thema Photovoltaik zu gewinnen oder als Kundenbindungsmaßnahme. Regionale Energieversorger oder die Stadtwerke und Kommunen geben über ihre speziellen Angebote Auskunft.

Weitere Informationen zum Photovoltaik Kredit erhalten Sie auf Solarstromerzeugung.de - dem Photovoltaik Infoportal.