Alles klar Lindi
Bitte anschnallen wir fangen an:
Da du leider nichts über die Daten des Wechselrichters schreibst, gehe ich davon aus das du so ein Teil aus dem Baumarkt bzw. KFZ Handel hast.
Für diesen Wechselrichter nehme ich folgende Daten an:
max Dauerleistung 150W (kurzzeitig 200W)
Input min DC 10,5V
Input max DC 14V - 15V (ist hier aber auch egal)
Formel für Spannungsabfall bei Kupferleitung, Gleichstrom und ohmschen Widerstand:
u = (2*l*P) / (57*A*U) (V)
u = Spannungsabfall (V)
A = Querschnitt (mm²)
l = Leitungslänge (m)
57 = (Kappa) Leitfähigkeit (m/Ohm mm²)von Kupfer
Also, ohne dir jetzt mal die Maßeinheiten aufzubröseln:
2 * 30 Meter * 150W : 57m/Ohm mm² * 4 mm² * 12V
= 60 * 150 : 57 * 4 * 12
= 9000 : 2736
= 3,289473684
= rund 3,3V Spannungsabfall bei deinem 60 Metern 4mm² Kabel (Hin + Rückleitung)
Von den Ursprünglichen 12 V aus der Batterie kommen also nur noch 12V - 3,3V = 8,7V am Wechselrichter an. Der braucht aber mindestens 10,5 V also schon mal 1,8V zu wenig. Das mag wenig klingen aber ist halt so gerade unter der unteren Grenze.
Selbst wenn du offene Blei Säure Batterien hast mit einer Ladeschlussspannung von 14,4 V blieben nach der oben stehenden Formel nur noch ca. 11,66 V für den Wechselrichter.
Könnte gerade so klappen allerdings hast du diesen Idealzustand in der Prxix fast nie wegen der Alterung der Batterien, der Sonnenscheindauer, Verluste im Laderegler, Verluste in den Verbindungsleitungen Ausgang Laderegler bis zu den Batterien, Übergangswiderstände an den Polklemmen uswAllerdings kommt es noch schlimmer:
Da du ja bereits diverse Verbraucher an den Batterien angeschlossen hast sinkt die Klemmspannung an den Batterien ab d.h. wenn du den Wechselrichter in Betrieb nimmst wärend du noch andere Verbraucher in Betrieb hast kommt noch weniger an den Enden deiner Zuleitung an (Ich schätze mal so um die 0,5 V weniger). Dann wären wir so bei 8,2V am Ende deiner Zuleitung. Aber das kannst du ja mal selber nachmessen...
Also unter`m Strich ist klar das es nicht geht die Elektronik im Wechselrichter (Aufwärtswandler) quitscht weil sie zu wenig Spannung bekommt um zu arbeiten.
Wenn du du den Kabel noch ein paar Meter länger machst hört das lästige quitschen aber auch auf.
Abhilfe:
Kabel austauschen gegen 10 mm² und besser noch ein paar Meter kürzer.
Auf jeden Fall solltest du einen maximalen Spannungsverlust von 3% anstreben. Derzeit hast du mit deiner Leitung einen Spannungsverlust von 27,5 % !
12V =
100%* 8,7V = 72,5% die noch am Ende des Kabels ankommen.
1 V = 12V
8,7V =
Mann/Frau möge mir meine vereinfachte Rechnung verzeihen ich wollte es auch für Elektronische Laien verständlich erklären...
Viele Grüße
meiseac