
Je nach Preis und Leistung bereichern verschiedene Module und Modultypen für Photovoltaikanlagen den deutschen Markt. Je nach Technologie werden Photovoltaik Module in sehr modernen Fabriken hergestellt. Viele Hersteller arbeiten daran, die Produktionskosten der Photovoltaik Module moglichst gering zu halten und den Wirkungsgrad zu verbessern.
Hier ein Überblick der am häufigsten verwendeten Solarmodule zur Stromproduktion:
Ihr Herzstück bilden Solarzellen, aufwändig hergestellt aus hochreinem Silizium. Mit einem damit verbundenen besonders hohen Wirkungsgrad gehören die monokristallinen Solarmodule zu den hochpreisigen Modultypen. Der hohe Wirkungsgrad verspricht gute Erträge und eine lange Lebensdauer – eine gute Voraussetzung also für die Bestückung auf kleinen Dachflächen, die dennoch möglichst hohe Erträge bringen sollen. Mit einer zu erwartenden Lebensdauer von bis zu 30 Jahren gehören sie zu den langlebigsten Photovoltaik-Modulen in dieser Branche. Deutlich erkennbar sind diese weit verbreiteten PV-Modultypen an ihrer dunkelblauen bis schwarzen Färbung der Spiegelflächen.
Die polykristallinen Solarzellen werden aus unreinem Silizium hergestellt und sind daher eine preiswertere Alternative zu den monokristallinen Modulen. Aufgrund ihres geringeren Siliziumgehalts haben diese Zelltypen damit auch einen geringeren Wirkungsgrad. Die zu erwartende Lebensdauer liegt ebenfalls bei rund 30 Jahren. Die Bestückung von Flächen mit den blau gefärbten und kristallin strukturierten Modulen eignet sich vor allem für große Flächen, da damit die geringere Leistung im Vergleich zu den monokristallinen Modulen ausgeglichen werden kann.
Die LGBC-Solarzellen, die im Volksmund auch als Saturnzellen bezeichnet werden, gehören zu den monokristallinen Hochleistungs-Solarzellen und werden in Serienproduktion von der Firma BP Solar hergestellt. Diese Saturnzellen können durch ihre besondere Struktur Reflexionsverluste besser verwerten und auch seitlich einfallendes Licht in Energie umwandeln. Dieser Zelltyp weist derzeit einen Wirkungsgrad von etwa 15 Prozent auf. Diese Technik soll allerdings auch zukünftig ausgebaut und weiterentwickelt werden.
Die CIS-Module bestehen in ihren Hauptbestandteilen aus Kupfer (Cu), Indium (In) und Selen (SE). Unter den Dünnschicht-Modulen weist dieser Modultyp den höchsten Wirkungsgrad auf. Diese Module eignen sich neben der Bestückung von Dachflächen auch für die Verkleidung von Fassaden und anderen Flächen. Es ist zu erwarten, dass dieser Modultyp zukünftig weiter entwickelt und ausgereift wird.
Dieser Modultyp zeichnet sich vorrangig durch seine dünne Fläche aus. Bestehend aus einer nur rund zwei Mikrometer dünnen Schicht Silizium und der damit wesentlich weniger erforderlichen Menge an Silizium gelten diese kristallinen Dünnschichtmodule als besonders wirtschaftlich. Eine Weiterentwicklung des bislang noch etwas niedriger liegenden Wirkungsgrades ist zu erwarten.
Die Weiterentwicklung der Module, ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten läuft derzeit auf Hochtouren. So bereichern beispielsweise aktuell auch Cadmium-Tellurid-Module oder bandgezogene Solarzellen den Markt. Diese und einige weitere bislang noch nicht derart weit verbreitete aber künftig ebenso effektiv arbeitende Solarzellen werden zurzeit nur von ihren Entwicklern angeboten.
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