Fragen zu ENS Schieflast und und Fehlerstromschutzschalter (FI)
Ich bin immer noch nicht mit dem Netzbetreiber einer Meinung, wie verschiedene technische Umsetzungen bei dem Anschluss von PV-Anlagen zu realisieren sind.
Netzform: TT-Netz
1. Schieflast
Beispiel: Es sind Wechselrichter (WR) mit folgenden Leistungen installiert:
L1: 5,0 + 4,6 kVA
L2: 5,0 + 4,6 kVA
L3: 5,0 + 4,6 kVA
Zitat aus "VDN-Ergänzung 2 zur VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz"
"Die Unsymmetrie zwischen den Außenleiten darf im normalen Betriebszustand 4,6 kVA nicht übersteigen"
Frage:
Wie wird "normaler Betrieb" interpretiert?
Der Netzbetreiber meint, dass als Normaler Betrieb auch "Aus" zu sehen ist und somit eine Schieflast > 4,6kVA auftretn kann.
2. Fehlerstrom-Schutzschalter
Beispiel: WR von SMA sind mit einem eigenen Fehlerstromschutzschalter ausgestattet oder galvanisch getrennt. Sie werden fest installiert. Wechselspannungsseitig werden die WR mit einem der Schutzklasse II entsprechenden Schaltschrank verbunden.
Das ist im "VDN-Ergänzung 2 zur VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz"
Abschniztt 2.4.2.2 für mich nicht ganz ersichtlich.
Frage:
Ist ein zusätzlicher FI erforderlich?
3. ENS / Übergeordnete 3-Phasige Abschaltung Ist trotzdem jeder Wechselrichter eine eigene ENS hat zusätzlich bei Anlagen größer 30 kW eine selbsttätig schaltende, 3-Phasige Gesamtabschaltung der Anlage durch z. B. ein Schütz oder einen motorisch betriebenen Schalter nötig?
Vielen Dank
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